SZENARIO Entwicklung unter dem Eindruck der Covid-19 Pandemie
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18. Oktober 2019
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SZENARIO Entwicklung unter dem Eindruck der Covid-19 Pandemie

März 2020 Welche Szenarien sind möglich und was bedeuten diese für unsere Wirtschaft und Gesellschaft in Deutschland? Mit diesem Arbeitspapier wird der Versuch gemacht, vor allem zeitliche Indikatoren für die jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeiten von Szenarien für Deutschland in der Covid-19 Krise zu identifizieren und Handlungsmaximen abzuleiten.

März 2020

Welche Szenarien sind möglich und was bedeuten diese für unsere Wirtschaft und Gesellschaft in Deutschland?

Thomas J. Dittler

Zusammenfassung:

Mit diesem Arbeitspapier wird der Versuch gemacht, vor allem zeitliche Indikatoren für die jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeiten von Szenarien für Deutschland in der Covid-19 Krise zu identifizieren und Handlungsmaximen abzuleiten.

Geht bis Mitte April die Anzahl der Neuinfektionen in D (Indikator 1) zurück und stehen bis Ende Mai einfach zu handhabende Massentests (Indikator 2) zur Verfügung, dann kann mit einer Beherrschung der Pandemie in D gerechnet werden, zumindest solange bis im November Vakzine (Indikator 3) und im Januar 2021 Therapien (Indikator 4) verfügbar und distribuiert werden. Die Erholung von Wirtschaft und Gesellschaft erfolgt ohne wesentliche, bleibende Schäden im 4. Quartal 2020, weil die Ursache der Krise sich als beherrschbar erweist.

 Werden die Indikatoren 1, 2, 3 und 4 dieses Jahr 2020/ Anfang 2021 nicht erreicht, dann muss mit einer langjährigen Depression und tiefgreifenden wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Veränderungen gerechnet werden. Neue oder wieder erstarkte politische Führer werden sich herauskristallisieren.

Werden Indikatoren 1, 2 erst später erreicht, aber Indikatoren 3 und 4 lassen auf sich warten, so ist mit einer schleppenden, belastenden Entwicklung zu rechnen. Der Handlungsdruck ist nicht groß genug, um eine vereinte, starke, politische Führung durchzusetzen und es besteht die Gefahr des Rückzuges des Einzelnen und der Gesellschaft. Starke, zukunftsfähige private Unternehmen könnten eine Führungsrolle übernehmen müssen.

A. Aufsetzpunkt: Was wir heute über die Pandemie gesichert wissen und was wir nicht wissen

Der Virus wird als Schwebteilchen über die Atemluft oder als Schmierinfektion über die Hände bei Kontakt mit Mund, Auge, Nase übertragen. Die virale Reproduktionsrate R (R = Funktion (Duration of Contagion/ Inkubationszeit, Opportunity/ Gelegenheit, Transmission/ Übertragung, Susceptibility/ Empfänglichkeit) in Anzahl der weiteren Ansteckungen pro infizierte Person entspricht etwa 2-2,5. Approximiert entsteht eine exponentielle Infektionskurve von etwa R^(Tage der Pandemie). Ohne effektive Maßnahmen der Unterbrechung von Infektionsketten und Isolation der Infizierten ergibt dies ein „run-a-away“ Szenario, in dem theoretisch in sehr kurzer Zeit (etwa 20 Tage für D) eine gesamte, geografisch begrenzte Population bis zur epidemiologischen Sättigungsgrenze von kumulativ etwa 70% infiziert werden kann. Etwa 30% der Population erreicht keine ausreichend infektiöse virale Belastung bzw. es besteht eine natürliche Immunität im Rahmen der genetischen Varianz.

Die exponentielle Charakteristik der Epidemie wurde völlig unterschätzt. Wissenschaftliche Modellierung und Simulation wurde von den Entscheidungsträgern nicht gehört. Es gibt heute kein epidemiologisches Frühwarnsystem.

Eine zuverlässige Statistik liegt nicht vor. Die Dunkelziffer wird aktuell auf bis zu Faktor 10 der bekannten Infektionen geschätzt. Die Ursache liegt in fehlenden validierten, massentauglichen Tests mit Echtzeitresultaten. Heute liegt der Rücklauf bei 2-3 Tagen im Laborlauf und 4 Stunden bei sogenannten drive-in Tests mit Automaten. Für eine zuverlässige Auswertung mit Bayes’scher Statistik müssten der Anteil der Infizierten an der Bevölkerung, die falsch-positiv Rate des Testergebnisses und die Zuverlässigkeit des Verfahrens bekannt sein. Diese Daten fehlen jedoch zurzeit. Aufgrund der fehlenden Detektionsoptionen konnten die Infektionsketten nicht zuverlässig beobachtet werden und mussten nun ab 21.3. in Bayern und ab 22.3. in ganz Deutschland durch physische Isolationsmaßnahmen (Ausgangsbeschränkungen, Schließungen von Versammlungsorten, Absage von Veranstaltungen, Verbot der Kongregation) ersetzt werden. Die Rückführung von Angehörigen an den Heimatort kann ohne sichere Detektion einer evtl. Infektion gegenteilige Effekte auslösen und in den betreffenden Sozialstrukturen (Familien, Firmen, Heime) zu verstärkten, unkontrollierbaren Infektionsketten führen. Zuverlässige, skalierbar verfügbare Tests sollen erst frühestens in etwa 2 Monaten, also Ende Mai 2020 zur Verfügung stehen. Dies ist auch dadurch bedingt, dass die Entwicklung von Tests und Vakzinen bisher wirtschaftlich unattraktiv waren und nun Kapazitäten der onkologischen Forschung und Entwicklung umgewidmet werden müssen. 

Der Virus erzeugt in 1 bis 4% der Infizierten eine schwere, beidseitige Lungenentzündung, die zu einem Kollaps der Blutsauerstoffversorgung führen kann. Schwere Folgen wie multiples Organversagen, Herzinfarkt und Schlaganfall wurden berichtet. Krankheitsverläufe können erratisch sein. Letalitätsraten sind nach Bevölkerungsgruppen im Rahmen der genetischen Varianz unterschiedlich. Obwohl das Lebensalter und Vorerkrankungen mit den Infektions- und Morbiditätsraten stark positiv korrelieren, erfahren vereinzelt auch junge, gesunde Menschen schwere Komplikationen. Die betroffenen Menschen müssen intensiv-medizinisch betreut werden. Die entsprechenden Kapazitäten in den deutschen Krankenhäusern liegen heute bei etwa 10% des simuliert auftretenden Bedarfes von mehreren 100.000 Intensivpflege-Betten, wenn die Epidemie ungebremst in etwa 3 Monaten (Höhepunkt Juni 2020) durch die Bevölkerung rauscht. D.h. etwa 90% der Intensivpflege erfordernden Erkrankten (künstlichen Beatmung bzw. der direkt intravenösen Blutsauerstoffversorgung) würden sterben. Daher versucht man die Infektionskurve zu strecken und den Höhepunkt der Infektionen auf den Herbst 2020 (Höhepunkt) zu schieben. Etwa im November 2020 sollen Vakzine und im Januar 2021 sollen Therapeutika zur Verfügung stehen. Dabei sind vorhandene Therapien gegen Ebola, SARS, etc. hervorragende Ausgangspunkte. Die bisherigen Zulassungsverfahren über klinische Studien werden in dem genannten Zeitraum kaum zu erfüllen sein. Es kann zu sogenanntem „compassionate use“ kommen, d.h. Abwägungsvergaben mit Patientenzustimmung von Medikamenten ohne EMA – Zulassung.

B. Szenarienentwicklung mit Schwerpunkt auf Zeitverläufe und Auswirkungen

1. V-shape: Es ist ja nur eine Grippe!

Wir erkennen in 14 bis 21 Tagen, also etwa Mitte April 2020, dass es sich bei Covid-19 eigentlich nur um eine Art Grippe handelt.  Die Anzahl der Infizierten geht stark zurück, weil die epidemiologischen Maßnahmen greifen, der kumulative Anteil valide getesteter und ggfs. zwangsweise in Quarantäne versetzte Personen ansteigt und der Virus zu weniger infektiösen und letalen Varianten mutiert. Die Gesundheitsämter werden bis Herbst an alle Einwohner einfache, aber valide Test-Kits per Post versenden, um ein Aufflammen der Infektionen frühzeitig zu detektieren. Indikator ist die tägliche Entwicklung der Neuinfektionen Mitte April 2020.

Die bereits eingetretene scharfe Rezession im ersten und zweiten Quartal 2020 wird durch die staatlichen Liquiditätshilfen erfolgreich bekämpft. Aber erst im dritten und vierten Quartal 2020 normalisiert sich das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben. Die Pharma- und Biotechindustrie kann kosteneffiziente Massentests, Vakzine und Therapien bereitstellen. Das Gesundheitssystem und insbesondere die Intensiv- und Notfallmedizin wird getestet, aber nicht überfordert. Der Konjunkturimpuls gegen Ende 2020 ist stark, da die singuläre Ursache der Rezession beseitigt wurde und die Neuverschuldung des Staates wie eine drastische Steuersenkung wirkt.

Bereits vor der Corona-Krise evident gewordene Trends werden nun verstärkt: Kapitalismus-kritische und ökologisch-sozialintegrative Konzepte setzen sich vor dem Hintergrund der als Warnschuss verstandenen Erfahrung politisch endgültig durch. Neu eingeübte persönliche Verhaltensweisen (winkend Lächeln anstatt Händeschütteln; Unterhaltung im privaten Kreis zu Hause) bleiben. Die Trends zu Digitalisierung, Lokalisierung, Sinnstiftung werden verstärkt und nun ergänzt durch hohe Investitionen in Bio-Tech, Pharma, Medizintechnik. Die kurze, intensive Krise zündet technologische und gesellschaftliche Anpassungen, aber keine strukturellen Änderungen.

2. L-shape: Wir leben den Skript zum Kinofilm Contagion (2011). 

Die staatlichen epidemiologischen Maßnahmen führen zwar zu einer Verlangsamung der Infektionsraten, jedoch bleibt die Dunkelziffer der Infektionen hoch, Infektionsketten können auch durch militärisch-organisierte „cordons sanitaires“ nicht unterbrochen werden. Ausreichend zuverlässige Tests können nicht massenhaft ausgerollt werden. Covid-19 – spezifische Vakzine und Therapien stehen aufgrund der nach wie vor komplexen Entwicklungs- und Zulassungsprozesse erst Januar 2021 oder später und dann in nicht ausreichend Menge zur Verfügung. Die Notfall- und Intensivmedizinischen Kapazitäten werden trotz Produktionssteigerungen der betreffenden MedTech-Unternehmen im Juni 2020 nicht mehr ausreichen. Norditalienische Zustände (vorgestern 600, gestern 800 Tote an einem Tag!) erleben wir nun auch in Deutschland. Die Konsequenzen würden drastisch sein: in Deutschland kommt es zu kumulativ knapp 60 Mio. Infizierten und bis zu 2,5 Mio. zusätzlichen Toten. Indikator für dieses Szenario ist die Auslastung der intensivmedizinischen Kapazitäten bis zum Juni 2020.

Die Folge könnte eine über das Jahr 2020 und ggfs. 2021 hinaus dauernde Wirtschafts- und Gesellschaftsdepression sein. Aufgrund der geringen Verschuldung Deutschlands werden die staatlichen Maßnahmen (Arbeitsmarkt-Subventionen, Nachfragestützung, Liquiditätshilfen, Garantien, etc.) bis zu 36 Monate, also bis zum Fiskaljahr 2023, aufrechterhalten werden und innerhalb dieses Zeitraumes erst sukzessive zu Geldmengen-induzierter Inflation führen. Es wird Gewinner- und Verliererbranchen geben. Zu ersteren zählen alle kritischen Infrastrukturen wie Medizinische Versorgung/Dienstleistungen, insbesondere digitale und Telemedizin, BioTech, PhytoTech, Pharma, Agrikultur/Lebensmittel, Energie, Kommunikationstechnik/-dienste, Unterhaltung (E+U mit Schwerpunkt auf Studioproduktionen und streaming) und Bildung via e-learning platformen, Zulieferbetriebe und Dienstleister für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, Wohnimmobilien und -ausstattung, Robotische/Autonome Produkte als Pflege-, Industrie- und Spielesysteme, Raumfahrt. Zu letzteren gehören die non-Food Konsumergüter, Reise/Touristik, Automobil, Flughäfen/Airlines und persönliche Dienstleistungen, traditionelles Finanzsystem. Dieser tiefgreifende Wandel wird mit insbesondere einer Re-Qualifizierung der Arbeitnehmerschaft beantwortet werden müssen. 

Die staatliche Ordnung in Deutschland wird mit zunehmenden Zwangsmaßnahmen aufrechterhalten und direkte Liquiditätshilfen und gesetzliche Erleichterungen verhindern eine schnelle Verelendung breiter Schichten (städtischer Bevölkerungsanteil, bisherige Niedrigverdiener z.B. in Pflegeberufen und Freiberufler der GIG-Economy, die keine oder wenig Rücklagen haben). Es werden sich Sub-Kulturen und Milieus entwickeln, die ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen. Einerseits wird auf Stadtflucht, Do-it-Yourself, Life-Hacking, Prepping und andererseits auf Wohlstandsisolation, Sicherheitsrückzug und Fluchtburgen gesetzt. Der Generationenkonflikt wird sich verstärken, da die bisherigen Prioritäten sich an den Bedürfnissen älterer Menschen ausrichten. Junge Menschen werden ihr Recht auf Leben und Selbstbestimmung massiv einfordern. Außenpolitisch wird sich Deutschland mit einer neuen Ursache für verstärkte Migrationsbewegungen nach EU und D auseinandersetzen müssen. Strukturelle Veränderungen in Gesellschaft und Politik werden unaufhaltsam, sind aber in ihrem revolutionären Charakter schlecht vorhersehbar.

3. M-shape: Belastende Infektionswellen kommen und gehen

Indikatoren 1 und 2 schlagen an, d.h. sowohl die Neuinfektionen steigen langsam, aber stetig über den April 2020 hinaus weiter an und das Gesundheitssystem wird im Juni 2020 überlastet. Die Suche nach geeigneten, skalierbaren Diagnostika und Therapeutika bleibt komplex und unbefriedigend. Die Covid-19 Pandemie bleibt über das Jahr 2020 eine Belastung und flackert auch in den Folgejahren bedingt durch die globalen Reise- und Warenströme immer wieder auf. Indikator ist die abgelaufene Zeit nach Juli 2020 zu der erfolgreiche Vakzine und wirksame Therapeutika (endlich) global zur Verfügung stehen.

Die Wirtschaft wird den Strukturwandel schleppender umsetzen, da arbeitsintensive Branchen langfristige Finanzhilfen erhalten. Weitere Innovationsschocks durch disruptive Unternehmen der BioTech, PhytoTech-Branchen folgen dem anhaltenden Aufstieg der Digitalkonzerne aus USA und China. Es folgt: die Arbeitnehmerschaft wird weiter differenziert in einerseits hochqualifizierte MINT-Menschen, professionelle Dienstleister und in den Bildungs- und Unterhaltungsindustrien arbeitende Menschen und andererseits in zunehmend durch Automatisierung ersetzte industrielle Lohnarbeit. Das bedingungslose Bürgergeld könnte eine Renaissancebeachtung finden. Der Kostendruck treibt die Verbreitung der Digitalkompetenzen an. Nicht direkt wertschöpfende Assistenz-Aufgaben werden verstärkt wegfallen. Arbeitsressourcen werden fluid und gemeinsam genutzt. Digitale Kollaborationen erreichen neue Dimensionen und führen zu völlig neuen Arbeitserlebnissen wie holografische Räume und verstärkte Nutzung von AR/VR. Dadurch werden traditionelle Unternehmensstrukturen aufgebrochen – der Büroturm wird ein Relikt der Vergangenheit und in Wohnungen umgewidmet. Es wird der Trend zu lokalen Konsumbedürfnissen, lokaler Produktion und lokaler zirkulärer Wirtschaft verstärkt.  Globale kreative Intelligenz in der Problemlösung und Produktentwicklung steht im Rahmen von Events (Hackathons), Communities (Movements) im „open source mode“ und durch professionelle Designkonzerne als „hired guns“ zur Verfügung. Bisher rein transaktional aufgestellte globale e-commerce Plattformen werden dem Trend zu mehr Lokalität und Sinnstiftung Rechnung tragen müssen. Der globale Handel wandert von Waren zu Intellectual Property.

Das öffentliche kulturelle und gesellschaftliche Leben bleibt mehrere Jahre belastet und die Gesellschaft erhält durch den Rückzug ins Private einen neuen Minimalkonsenz. Bildungs- und Begegnungsstätten, wie Universitäten, Museen, Konzerthäuser und Sportstätten erreichen Ihre Zielgruppen durch ein bruchfreies online-Erlebnis. Gleiches gilt für Vereine und Gesellschaften. Die Neubewertung des eigenen Lebensmittelpunktes als Lebensanker wird zu einer Rückeroberung bisher vermeintlich unattraktiver Regionen führen. Urlaubsfernreisen werden – auch wenn wieder möglich -relativ unattraktiv. Politische Bildung wird in den jungen Generationen wieder aufsteigen um Sinnstiftung und Lebensgestaltung zu verwirklichen und sich von der wahrgenommenen Generationenschuld zu distanzieren.

C. Fragen, die Klarheit in die Bewertung der Szenarien und deren Eintrittswahrscheinlichkeiten bringen könnten:

Charakter der Pandemie:

Welche Tests mit massiver Skalierung stehen wann zur Verfügung? Wie sind deren falsch-positiv und falsch-negativ Raten? 

Wann kommt der Inflektionspunkt der Neuinfektionen (2. Ableitung der Infektionsraten)?

Können die intensiv-medizinischen Fallzahlen in der rollierenden 12 Monatsvorschau mit dem Ausbau der verfügbaren Kapazitäten in Deckung gebracht werden?

Auswirkungen auf die Wirtschaft:

Gelingt es den Arbeitsmarkt so schnell zu verändern, dass die Gewinner-Industrien Telekom, Medien, Energie, Gesundheit, Lieferlogistik, Online Gaming und Entertainment den Abbau der Verlierer-Industrien Gastronomie, Konsum, persönliche Dienstleistungen, Reise/Verkehr kompensieren können?

Kann die Konsumnachfrage durch direkte Liquiditätshilfen an die Bürger stabilisiert werden?

Gelingt es den Nachfrageeinbruch nach heute freiberuflichen Diensten von Friseur/In über WebDesigner/In bis Architekt/In und Freier Redakteur/In aufzufangen?

Kommen nun schnell Maßnahmen, die die Innovationspolitik für BioTech, Diagnostik, Gesundheitsvorsorge, autonome Systeme so verstärken, dass innerhalb von Monaten neue Produkte und Lösungen verfügbar werden?

Welche Unternehmen werden von den Liquiditätshilfen profitieren, welche Unternehmen sind strukturell überlebensfähig, weil kein nachhaltiger Nachfrageschock besteht?

Auswirkungen auf die Gesellschaft:

Können die verfügbaren Mittel für kritische Infrastrukturen nun schnell in Lösungen umgesetzt werden? Wir sprechen z.B. von erhöhten Bandbreiten durch flächendeckende Versorgung mit 5G Mobilfunk, Glasfaserleitungen bis zur last mile im ländlichen Raum und Satelliten-gestützte Kommunikation um online learning, video conferencing und telemedizin jetzt umzusetzen.

Mit welchen Mitteln kompensieren Menschen im Zeitalter des „social distancing“ ihr Bedürfnis nach Gemeinsamkeit und Sinnstiftung?

Wie wird sich die junge Generation, die noch nicht „politisch Mündigen und nicht Wahlbrechtigten“ unter 18 Jahren verhalten? 

Welche vertrauensbildenden Reserven und Redundanzen haben die kritischen Versorgungsketten? Dies wird entscheidend zur Vermeidung von Paniksituationen sein.

Gibt es Hilfsmittel und Ressourcen, die die Menschen selbst und lokal kreieren, herstellen und distribuieren können?

Welche politischen Führer werden sich durch ein gelungenes Krisenmanagement profilieren können?